
Kreis Unna: Jusos fordern Klingbeil-Rücktritt
Die Jusos im Kreis Unna fordern einen Rücktritt von SPD Co-Chef Lars Klingbeil.
Veröffentlicht: Montag, 23.03.2026 13:07
Jusos im Kreis Unna kritisieren Lars Klingbeil
Grund für die Rücktrittsforderung ist unter anderem die Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz. Damit erreiche die Krise der Partei einen neuen Höhepunkt, so die Jusos im Kreis Unna. Die SPD kranke fundamental. Gleichzeitig gebe es von Lars Klingbeil keinerlei Selbstkritik, keine Verantwortung und keine Veränderung. Das hat Mikail Turan von den Jusos im Kreis im Interview mit Antenne Unna gesagt.
„Lars Klingbeil war einer derjenigen, die zentral für die Wahlniederlage verantwortlich war. Und da finden wir als Jusos es komisch, dass er die Person ist, die zum zentralen Machtinstrument wird. Nicht nur in der Partei, sondern auch in der Regierung. Und wir haben auch das Gefühl gehabt, dass sich in den letzten Monaten nichts geändert hat. Entsprechend sind wir als Jusos nicht mehr bereit, das mitzutragen.“
Aus diesem Grund fordern die Jusos eine umfassende inhaltliche Aufarbeitung zum Zustand der SPD und den Rücktritt von Klingbeil. Die zweite Co-Chefin Bärbel Bas müsse jetzt Verantwortung übernehmen.
„Sie ist ja erst letztes Jahr als Parteivorsitzende gewählt worden. Sie war auch nicht maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Bundestagswahl vergeigt wurde. Und wir als Jusos finden auch, dass sie als Bundestagspräsidentin einen relativ guten Job gemacht hat. Entsprechend wollen wir als Jusos ihr noch einfach einen Kredit geben und sagen, sie braucht noch Zeit. Wir sagen aber auch ganz klar, dass sie jetzt liefern muss. Jetzt müssen wir von ihr etwas sehen.“
Kein Profil bei SPD erkennbar
Nach der Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz gibt es generelle Kritik der Jusos im Kreis Unna. Die SPD sei nach innen und nach außen nicht mehr eindeutig identifizierbar, beschreibt Mikail Turan.
„Es ist teilweie so, dass wir gar kein Profil mehr bei der SPD erkennen können. Das sind eigene Genossen, die nicht wissen wofür die SPD steht. Das kann nicht sein. Die Leute draußen müssen wissen, das ist die SPD und dafür steht sie. Dann ist die Frage, für wen macht die SPD eigentlich noch Politik? Da sagen wir als Jusos ja ganz klar, für arbeitende Bevölkerung, die dieses Land am Laufen hält. Aber es sind genau diese Leute, die das Gefühl haben, dass die SPD keine Politik für sie macht.“
Die Jusos im Kreis Unna wünschen sich demnach, dass ihre Partei wieder Vorstellungen und Träume entwickelt und diese dann so verkauft, dass die Wähler ihr Kreuz wieder bei der SPD machen können.