Anzeige
Kreis Unna: Diskussion um Kosten für Rettungswagen
© Kevin Kohues/Kreisstadt Unna
Teilen: mail

Kreis Unna: Diskussion um Kosten für Rettungswagen

Bekommen Patienten im Kreis Unna bald eine Rechnung für den Rettungswagen? Mit der Frage beschäftigen sich heute (17.12.) die Bürgermeister der Städte. 

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.12.2025 14:08

Anzeige

Wer trägt Kosten für Rettungswagen im Kreis Unna?

Anzeige

Die Bürgermeister des Kreises Unna beraten heute (17.12.) über eine mögliche Gebühr für Fahrten mit dem Rettungswagen. Hintergrund ist ein Streit um die Finanzierung von Leerfahrten - wenn der Rettungswagen ohne Patient wieder wegfährt. Das sei laut Kommunen in jedem vierten Fall so. Die Krankenkassen wollen die Kosten dafür nicht mehr erstatten. Die Kommunen blieben also darauf sitzen. Eine Fahrt kostet laut Satzung rund 2.700 Euro. Erstatten wollen die Krankenkassen nur noch 1.700. 

Anzeige
Anzeige

Bürgermeister sprechen über "weiteres Vorgehen"

Anzeige

In der heutigen Konferenz der Bürgermeister im Kreis Unna, wollen sie ihr "weiteres Vorgehen abstimmen". Landrat Mario Löhr hatte angekündigt, gemeinsam mit den Städten im Kreis mit den Krankenkassen verhandeln zu wollen. Es geht darum, eine Belastung der Patienten zu verhindern. Löhr warnte: Niemand solle aus Angst vor einer Rechnung keinen Rettungswagen rufen.

Anzeige

Landesweite Verhandlungen - Entscheidungen in Essen und Kleve schon gefallen

Anzeige

Die Krankenkassen verhandeln NRW-weit mit den Kommunen. Anderswo in NRW sind schon Entscheidungen gefallen: die Stadt Essen beteiligt Patienten künftig an den Kosten - sie zahlen 267 Euro pro Fahrt. Im Kreis Kleve hingegen bleibt sie für Bürger kostenlos.

Anzeige

Würdet ihr wegen der hohen Kosten in Zukunft zögern, den Notruf zu wählen?

Anzeige

Eilantrag für den NRW-Landtag

Anzeige

Wer Hilfe braucht, soll den Rettungsdienst rufen – ohne Angst vor einer Rechnung. Das fordert die SPD und will deshalb noch in dieser Woche einen Eilantrag ins Plenum des NRW-Landtags einbringen. Hintergrund ist der Streit um die Finanzierung von Rettungswageneinsätzen. Hier droht auch im Kreis Unna eine Lücke: Die Krankenkassen wollen weniger zahlen, die Kommunen in NRW sehen sich überfordert. Die Landesregierung solle mit Kassen und Kommunen möglichst sofort eine Übergangslösung finden, so die SPD-Fraktion. Damit soll verhindert werden, dass Betroffene am Ende auf Kosten sitzen bleiben. Die Kommunen auch im Kreis Unna warnen: Bleiben sie auf den Kosten sitzen, geraten ihre Haushalte unter Druck. Vor allem aber dürfe das Vertrauen in den Rettungsdienst nicht leiden. Niemand soll im Notfall zögern, die 112 zu wählen – aus Angst vor Kosten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige